Warten bis zum Nimmerleinstag.
Rückt Hilgers wankelmütiges Verhalten Kirchheims Ortszentrum nach 26 Jahren Planung wieder in weite Ferne ?
Die Reduzierung der Geschoßfläche auf 90 000 qm in der Ortsmitte, wie von der Initiative " Neue Ortsmitte" gefordert und von Bürgermeister Hilger und der VFW tatkräftig unterstützt, macht eine vollständige Neuplanung erforderlich.
Das wäre dann der dritte Anlauf innerhalb von 26 Jahren. Dies würde aber auch bedeuten, daß wieder mehrere Jahre ins Land ziehen, bis sich in Kirchheim etwas bewegt.
Herr Hilger als Bürgermeister wäre dann sicherlich schon in Pension und könnte die Entwicklung Kirchheims im Internet in seinem Feriendomizil in der Steiermark verfolgen.
Der z.Zt. noch aktuelle Goergens-Plan sah ursprünglich 112 000 qm Geschoßfläche vor. Diese Geschoßfläche war für die Bauträger nicht akzeptabel, um die Forderungen der Gemeinde ( Rathaus, Bürgerhaus, Markthalle, Dreifachturnhalle, Verwirklichung des Grünzuges mit Wasserlauf, Gestaltung des Marktplatzes,Lärmschutzwände entlang der Autobahn usw. ) zu finanzieren. Man einigte sich im Gemeinderat mit den Stimmen der VFW und Bürgermeister Hilger auf 145 000 qm Geschoßfläche mit der Ausweitung des Baugebietes unter anderem in Richtung Westen.
Im Jahre 2000 wurde dann die Forderung der Überdeckelung der Staatsstr. 2082 gestellt und vom Gemeinderat einstimmig in die Planung mit einbezogen. Um die Überdeckelung der Staatsstr. zu finanzieren wurde die Geschoßfläche um nochmals 25 000 qm erhöht, wie Bürgermeister Hilger dem Gemeinderat in Absprache mit den Bauträgern vorschlug. Diese einzelnen Entwicklungsphasen wurden jeweils bei Bürgerversammlungen und Sonderveranstaltungen den Bürgern unserer Gemeinde vorgestellt.
Mit dieser Grundlage wurde bis jetzt kalkuliert und es scheint jetzt nach über acht Jahren der Durchbruch gelungen zu sein. Bei den Verhandlungen war Bürgermeister Hilger immer federführend.
Bei einer Reduzierung der Geschoßfläche auf 90 000 qm wird es mit aller Wahrscheinlichkeit keine Überdeckelung der Staatstrasse geben. Es wird kein Bürgerhaus, keine Dreifachturnhalle und vieles mehr zu finanzieren sein. Die Gemeinde hat schon heute keine finanziellen Reserven.
Was den Verkehr betrifft, so werden bei einer reduzierten Geschoßfläche auf 90 000 qm rd. 2250 Neubürger sich in Kirchheim ansiedeln. Da anzunehmen ist, dass diese Neubürger nicht nur Fußgänger und Radfahrer sind, werden sie mit ihren Kraftfahrzeugen die Strassen trotz Reduzierung belasten. Es gibt dabei keinen Durchgangsverkehr, sondern eine Erhöhung des örtlichen Verkehrs, der so oder so nicht zu verhindern ist.
Der dörfliche Charakter Kirchheims besteht in großen Teilen des Ortes heute nicht mehr und wird auch mit einer Geschoßfläche von 90 000 qm nicht wieder hergestellt.
Eine ausgewogene und anspruchsvolle Planung, wie vom Architekten -Team Goergens vorgestellt, kann allerdings das Erscheinungsbild Kirchheims nur positiv und zukunftsweisend beeinflussen. Die Einwohnerzahl wächst um maximal 4000 in einem längerfristigen Zeitraum. Diese Planung stellt eine positive Alternative zu den Ortsentwicklungen in den umliegenden Gemeinden dar.
Mit dem vorgelegtem Konzept von Prof. Reichenbach - Klinke erhöht sich der Flächenverbrauch in Richtung Abfanggraben im Norden und an den verschiedenen Rändern im Osten unserer Gemeinde. Die Einwohnerzahl würde sich um 3500 erhöhen. Ein kompaktes Zentrum wäre allerdings illusorisch. Um die Zersiedelung zu verhindern, darf nicht weiter an den Ortsrändern gebaut werden.
Zuerst dafür und dann wieder dagegen. So wird Gemeindepolitik zum Spielball der persönlichen Laune. Die Verwirklichung des Zentrums sollte nicht zum kostspieligen Hobby des verhinderten Stadtplaners Hilger und damit bis zum Nimmerleinstag
hinausgeschoben werden.
re 02.12.2004