Landtagsabgeordnete vor Ort in Kirchheim


Renate Meyer 3.Bgm. - Peter-Paul Gantzer MdL. - Natascha Konen MdL. - Stephan Keck OV u. GR.

Am Freitag 9.12. besuchten Natascha Kohnen (MdL und Generalsekretärin der Bayern SPD) und Prof. Dr. Peter Paul Gantzer( MdL) die Gemeinde Kirchheim. Auf dem Programm standen Besuche von sozialen Einrichtungen und Besichtigung von ortsansässigen Firmen. Begleitet wurden die Abgeordneten bei ihrem Rundgang durch die Gemeinde von den Gemeinderäten Ilse Pirzer, Stephan Keck, der dritten Bürgermeisterin Renate Meyer und dem stellvertretenden SPD Ortsvereinsvorsitzenden Ewald Matejka.

Der Besuch startete mit der Führung durch das Collegium 2000

Herr Schröder, Verwaltungsleiter des Pflegesterns, informierte über die Angebote des Pflegesterns, der Dachorganisation des Collegiums 2000, die betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege und stationäre Pflege sowie betreutes Wohnen zu Hause umfassen. Beim anschließenden Besuch eines Wohnbereichs der Pflege zeigte Herr Schröder den Gästen die Räumlichkeiten. Die Besucher erhielten einen Einblick in den vormittäglichen Heimalltag der Bewohner.Einige waren noch mit dem Frühstück beschäftigt, zwei Damen spazierten untergehakt den Gang entlang und hatten sichtlich Freude die Besuchergruppe mehrmals zu treffen. Gleichzeitig trainierte eine Dame am Motomed, einem Trainingsfahrrad.
In diesem Jahr wurde ein Küchenelement in den Aufenthaltsraum integriert, sodass auch mit den Bewohnern gekocht werden kann.
Herr Schröder erklärte, dass dem Haus ein umfangreiches soziales Angebot besonders wichtig ist und dafür auch Personal zur Verfügung steht. Da die Bewohner immer älter und mit hohem Pflegebedarf ins Haus kommen, werden auch die Beschäftigungen angepasst. Neben Gruppenangeboten gewinnen auch Einzelangebote, wie Aromatherapie und Massagen zunehmend an Bedeutung.

Arbeitsfrühstück mit dem Sozialen Netz Kirchheim

Die Vertreter des sozialen Netzes nutzten die Gelegenheit den Landtagsabgeordneten Anregungen, Fragen und Nöte mitzuteilen. Der Rechtsanspruch für einen Krippenplatz wurde vom Bund festgelegt, die Lasten den Kommunen aufgebürdet . Deshalb sollten die Zuschüsse für den Bau von Kinderkrippen nicht verloren gehen, wenn die vorgegebenen Fristen, vor allem wenn sie wegen unvorhersehbaren Ereignissen, wie z. B. Insolvenzen nicht eingehalten werden können.
Gutes Personal für die Pflege zu finden und zu halten ist sehr schwierig. Neben der geringen Bezahlung fehlt die soziale Anerkennung. Günstig angebotener Wohnraum für die Pflegekräfte , stellt durchaus einen nicht zu unterschätzenden Anreiz dar. Auch geht die aufwändige Dokumentation bisweilen zu Lasten der Pflegezeiten.
Wünschenswert ist die Wiedereinführung der unterjährigen Ausbildung, vor allem auch für Ältere. Altersgemischte Pflegeteams können sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für die Teams eine große Bereicherung darstellen
Die Personalsituation in den Kindergärten ist ebenfalls prekär. Auch hier muss für die Ausbildung und die Bezahlung nach Lösungen gesucht werden.
Veränderungen an den Schulen, wie die Einführung von Ganztagesschulen, erfordern anderes und mehr Personal. Diese Kosten, wie z.B. für Schulsozialarbeit, dürfen nicht nur zu Lasten der Kommunen gehen.


Die Teilnehmer am Gesprächskreis im Seniorenheim "Collegium 2000"

Lesen Sie bitte auch den Artikel aus dem Münchner Merkur vom 16.12.2011
"Anerkennung für soziale Berufe"....
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Betriebsführung bei der Firma



Das mittelständische Unternehmen Moradelli, das Loch- und Prägebleche herstellt, ist seit 1976 in Kirchheim erfolgreich tätig. Der Eigentümer gibt den Abgeordneten auf den Weg, die Ungleichheiten bei der Gewerbesteuer für Freiberufler und andere Gewerbetreibende zu beseitigen.
Auf dem Bild Inhaber Herr Sauer im intensiven Gespräch mit den Abgeordneten.






Besuch beim Markt

Bei der Führung durch den Bonusmarkt konnten sich die Abgeordneten über ein Sozialprojekt informieren, das sowohl für Arbeitssuchende die Eingliederung ins Berufsleben ermöglicht, als auch für die Anwohner fußläufiges Einkaufen wieder möglich macht.
Im Gespräch mit dem Geschäftsleiter erläuterte dieser ausführlich das soziale Projekt und hofft, dass unsere Kirchheimer Bürger den Markt auch in Zukunft so positiv aufnehmen, wie in der Vergangenheit.


Betriebsführung Genua

Genua ist ein deutscher Spezialist für IT-Sicherheit. Das Unternehmen gehörte in den Jahren 2009 und 2011 zu den 100 besten Arbeitgebern Deutschlands. Im Jahr 2010 betrug der Umsatz 15,9 Mio. € und die Wachstumsrate 50 %. Genua betreibt eine betriebseigene Kinderbetreuung von Kinderkrippe bis Hort. Beim Bau und bei der Zulassung der Betreuungseinrichtung hatte die Betriebsleitung mit immensen bürokratischen Hindernissen zu kämpfen, die viele andere davor abgeschreckt hätten, dieses Projekt anzugehen. Das soziale Engagement beschränkt sich nicht nur auf die Kinderbetreuung die GenuKids. Daneben wird im Rahmen von GenuFix, das sind Auszubildende der Firma Genua, unentgeltlich EDV-Beratung bei sozialen Einrichtungen gegeben.

Da Genua sehr viel Personal aus der Region beschäftigt und viele Mitarbeiter aus ökologischen Gründen kein Kraftfahrzeug haben, ist eine gute öffentliche Verkehrsanbindung unabdingbar.
Daneben wünscht sich der Inhaber und Geschäftsführer Dr. Michael Harlander (rechts im Bild) von den Kommunalpolitiker, sich vor Ort für bezahlbaren Mietwohnraum am Firmensitz Kirchheim einzusetzen.



Wir danken allen Beteiligten für einen informativen und interessanten Tag. Wir nehmen Ihre Anregungen ernst und versuchen weiter zu helfen.