Die Welt wird nicht neu erfunden!
Schon vor dem städtebaulichen Wettbewerb hat die beratende Architektin darauf hingewiesen, dass die bestehenden Verkehrsprobleme durch den Wettbewerb nicht gelöst werden. Die Fachfrau hatte recht.
Genauso unrealistisch war die Erwartung der Wettbewerb würde einen Entwurf hervorbringen, der alle begeistert. Die vorliegenden Planungen haben alle positive Ansätze, aber schon bei den Infoabenden wurde deutlich, dass jede Planung auch heftige Kritik ernten wird. Bei jeder Planung werden sich Mitbürger z.B. durch die Zunahme von Verkehr oder die Bebauung eines Ackers vor ihrer Haustüre beeinträchtigt sehen.
Es ist zudem nicht zielführend, wenn nur nach künstlerischer Gestaltung der Pläne geurteilt wird. Über Geschmack lässt sich bekannterweise nicht streiten.
Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass sich eine Lösung findet, die sowohl in der Bevölkerung, wie auch im Gemeinderat eine breite Mehrheit erwarten lässt. Hierbei müssen allerdings Kriterien wie Finanzierbarkeit der Grundstücke, Qualität der Bebauung, Unterhalts- und Folgekosten der gemeindlichen Infrastruktur, ... berücksichtigt werden. Es kann nicht nur ausgesucht, es muss auch bezahlt werden!
Man kann über die frühere Planung urteilen wie man will, aber es gab einen städtebaulichen Vertrag, der den Beitrag der Grundstückeigentümer zur Finanzierung der notwendigen und gewünschten Infrastruktur geregelt hat. Die Kosten von Rathaus, Bürgerhaus, Dreifachturnhalle, Kindergärten/-krippen und dem Park waren erfasst und die Finanzierung schien gesichert.
Von diesem Stand sind wir jetzt noch weit entfernt, die Finanzierbarkeit der Planungen (z.B. die Grundstückskosten und der Unterhalt der zum Teil wesentlich größeren Grünflächen) hat beim Wettbewerb bisher noch überhaupt keine Rolle gespielt.

Die SPD wird jede sozial und ökologisch vernünftige Planung unterstützen. Wir werden aber kein "Wolkenkuckucksheim" mittragen, bei dem von vornherein klar ist, dass die Finanzen nicht stimmen. Die Folge wäre - wie beim letzten Anlauf - dass "peu à peu" nachverdichtet werden muss. Anschließend würde dies dann wieder als "Gigantomanie" diskreditiert werden.
Dieses Projekt kann nur dann erfolgreich sein, wenn von Anfang an mit realistischen und ehrlichen Zahlen und Größen gearbeitet wird.
Die Pläne der 5 prämierten Entwürfe können Sie hier betrachten. Klicken Sie bitte hier.
Wir sind hierzu bereit!
Ihre Kirchheimstettner SPD
Stephan Keck (Ortsvorsitzender)
Marcel Prohaska (Fraktionssprecher)
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