Wer
glaubt der VFW und unserem Bürgermeister?
1. Im VFW - Programm 2002 steht:
„Um eine gemeindegerechte und
kosteneffiziente Bebauung zu gewährleisten werden wir, wie wir dies schon in
der Vergangenheit praktiziert haben, auf eine flächensparende Entwicklung
achten, Baulandreserven nutzen, Ortsräume verdichten und Grünflächen fördern.“
Flächensparend bauen bedeutet:
Weniger in die Fläche und mehr in die Höhe bauen.
Genau dies soll in der neuen
Ortsmitte geschehen! Eine Gartenstadt mit weiteren Reihen- und
Einfamilienhäusern und die damit verbundene Ausdehnung der Bauflächen in den
Norden der Gemeinde, wie von Hilger und der VFW seit neuestem vertreten, wird
den Flächenbedarf erhöhen und die Gemeinde noch mehr zersiedeln.
Aber was kümmert die VFW heute noch ihr Wahlprogramm?
2. Im VFW - Programm 2002 steht:
Neues Ortszentrum
Flächennutzung, die eine bürgergerechte Entwicklung der Gemeinde zulässt.
Wir treten dafür ein, dass der Bau des neuen Ortszentrums so gestaltet wird,
dass die Versorgung der Bürger und die Lebensfähigkeit der Einrichtungen
gewährleistet ist. Geschäfte (Einkaufsmöglichkeiten, Gastbetriebe usw.) müssen
bedarfsgerecht mit der Gesamtentwicklung wachsen.
So
ist der Zustand heute in Kirchheim:
Zwei Kindergartengruppen stehen vor der
Schließung. Im letzten Jahr gab es nur noch 5 erste Klassen. Über 1000 qm
Supermarktfläche an drei Standorten ging verloren. Selbst Güter des täglichen
Bedarfes werden zu einem großen Teil außerhalb der Gemeinde gekauft.
Mit der neuen Ortsmitte kommen verstärkt
junge Familien nach Kirchheim. Der geplante Supermarkt im neuen Ortszentrum
wird den Bedarf der vorhandenen und der neu zuziehenden Bevölkerung decken.
Selbst das REZ im Ortsteil Heimstetten wird von dem Wachstum der Bevölkerung profitieren.
Die VFW will jetzt lediglich am Ortsrand
auf der grünen Wiese Geschäfte ansiedeln.
Aber was kümmert die VFW heute noch ihr
Wahlprogramm?
3. Im VFW - Programm 2002 steht:
„Überdeckelung" der
Staatsstraße
Eine "Überdeckelung“ der Staatsstraße ist im Zuge des weiteren
Zusammenwachsens unserer Gemeinde für uns die einzige, städtebaulich akzeptable
Lösung.
Durchgangsverkehr
Die "Überdeckelung“ der Staatsstraße verbannt den immensen
Durchgangsverkehr aus dem direkten Ortsbereich. Verbunden mit dem Rückbau der
Ortsstraßen und der Neugestaltung des Ortskerns Kirchheim wird dies eine
erhebliche Erhöhung der Wohnqualität für unsere Gemeinde bedeuten.
Die Gemeinde kann die Überdeckelung nicht
bezahlen. Die Bauträger sind bereit, den Deckel über die Staatsstrasse 2082 zu
finanzieren, wenn dafür die zu bauende Geschossfläche um 25.000 qm erweitert
wird. Dieses Angebot wurde 2000 von allen Parteien im Gemeinderat, auch mit der
Stimme des Bürgermeisters ohne Wenn und Aber befürwortet . siehe auch SZ vom 31.5.2000
Heute wollen der VFW - Bürgermeister Hilger und die
Gemeinderäte der VFW auf die Überdeckelung verzichten und dafür eine
Gartenstadt errichten. Aber auch mit den Einwohnerzahlen und der Geschossfläche nimmt es Hilger und die VFW nicht
so genau. Die Geschossfläche von rd.170 000 qm ist nach wie vor Verhandlungsgrundlage mit den Bauträgern und wird Wohnraum für maximal 3500 - 4000 Einwohnern sein. (Siehe Interview im Münchner Merkur vom 15.10.2004) Interview-Hilger.gif
Aber was kümmert die VFW heute noch ihr
Wahlprogramm?
1. Im VFW - Programm 2002 steht:
„B 471 neben A99“
Die Verlegung der B 471 zwischen Feldkirchen und Aschheim neben die A99 (Ost–
oder Westseite) lehnen wir strikt ab. Diese Trasse würde über Kirchheimer
Gemeindegebiet in der Nähe des Naherholungsgebietes Heimstettner See verlaufen
und keinerlei Nutzen für unsere Bürger bringen. Ganz im Gegenteil, neben den
Verkehrs- und Emissionsbeeinträchtigungen würden der Gemeinde zusätzliche
finanzielle Lasten aufgebürdet.“
Die VFW und der Bürgermeister haben im
Gemeinderat für die Beteiligung an den Planungen zur Verlegung der B 471
gestimmt. Jetzt behaupten sie, die Verlegung der B 471 sei wegen der Anbindung
der neuen Ortsmitte notwendig und rechnen die Kosten der B 471 zur neuen
Ortsmitte dazu. Dabei ist die VFW doch jetzt gegen die neue Ortsmitte! Und war
laut Programmaussage gegen die Verlegung der B 471. Oder umgekehrt?
Aber was kümmert die VFW heute noch ihr Wahlprogramm?
Resümee:
Über 25 Jahre bastelt die Gemeinde schon an
der Planung des Ortszentrums.
Vierzehn Jahre unter der Verwaltung von
Herrn Hilger.
Bis vor einem halben Jahr wurden die
Beschlüsse über die Gutachten und Planungen zum größten Teil einstimmig
gefasst.
Soll die Zukunft Kirchheims verhindert
werden?
Die Überdeckelung der Staatsstr. 2082 ist
eine Chance für die Zusammenführung der Ortsteile Kirchheim-Heimstetten. Sie
ermöglicht einen großzügigen Grünzug als Erholungsfläche.
Die Lücke an baureifen Grundstücken zwischen
Kirchheim und Heimstetten wird durch eine angemessene Baudichte geschlossen und
beendet den städtebaulichen Torso.
Kirchheim braucht einen Zuzug von
Einwohnern, um die bereits geschaffenen Einrichtungen am Leben zu erhalten und
die Einkaufssituation besonders im Ortsteil Kirchheim zu verbessern.
Nur mit der Verwirklichung des Ortszentrums
können weitere öffentliche Einrichtungen, wie z.B. Rathaus und Bürgerhaus
errichtet werden.
Eine riesige Summe von Steuergeldern für
Architekten-, Gutachter-, Anwaltshonorare usw. wurde in den letzten 25 Jahren
ausgegeben.
Kirchheim kann sich das nicht mehr leisten.
Die Glaubwürdigkeit der Gemeinde als
ernsthafter Partner gegenüber den Investoren ist gefährdet.
Mit Panikmache setzen 6 Gemeinderäte und der
Bürgermeister die Zukunft Kirchheims aufs Spiel.
Dem studierten Städteplaner Hilger fehlen die Visionen zur
Gestaltung Kirchheims.
29.11.2004